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La Stampa - Italien | Donnerstag, 20. August 2009

Der 11. September als ewige Gegenwart

In der liberalen Tageszeitung La Stampa kritisiert Barbara Spinelli die US-geführte Anti-Terrorismuskampagne: "Obwohl sie begonnen wurden, um Licht und Demokratie zu bringen, haben die neuen Anti-Terrorkriege Nacht und Nebel hervorgebracht und jenes Ungeheuer gezeugt, das sie zu besiegen versprachen: den gescheiterten Staat, den failed state, von dem sich der Terrorismus nährt. Das ist die Nachricht der Urheber des gestrigen Attentats in Bagdad: Eure Kriege sind Tote, die auferstehen. Der 11. September ist eure ewige Gegenwart, im Irak, den ihr verlassen habt und in Afghanistan, wo ihr euch noch stark wähnt, weil morgen unter Eurem Schutz gewählt wird. ... Zu den Fehlern, die den Afghanistaneinsatz ruiniert haben, gehört vor allem die amerikanische Inkonsistenz: der eitle Wankelmut, mit dem [der ehemalige US-Präsident George W.] Bush betrunken von einem Kriegsschauplatz zum anderen getaumelt ist - am 7. Oktober 2001 nach Afghanistan, am 20. März 2003 nach Irak - ohne am Ende auch nur einen [der Schauplätze] zu stabilisieren."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 20. August 2009

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