Népszabadság - Ungarn | Freitag, 28. August 2009
EU schweigt zum slowakisch-ungarischen Konflikt
Die linksliberale Tageszeitung Népszabadság beklagt Endre Aczél das Schweigen der EU zu den jüngsten Spannungen zwischen Ungarn und der Slowakei. Die slowakische Regierung hatte dem ungarischen Präsidenten László Sólyom aus "Sicherheitsgründen" am vergangen Freitag die Einreise verweigert: "Das Schweigen der Europäischen Union ist kein Novum. Ich möchte daran erinnern, dass sich die EU für diplomatische Strafsanktionen entschied, als die Österreichische Volkspartei (ÖVP) mit der [rechtspopulistischen] Freiheitlichen Partei (FPÖ) von Jörg Haider eine Koalition einging. Zwar erwiesen sich diese als unwirksam und unbegründet, sie waren aber lehrreich. Als nämlich die Slowakische Nationalpartei von Ján Slota, der doppelt so nationalistisch und rassistisch ist wie Haider, in die Koalitionsregierung von Robert Fico eintrat, verlor die EU kein Wort mehr. ... Inzwischen herrscht in Brüssel die Meinung, dass die Länder ihre bilateralen Probleme doch bitte selbst lösen sollen."
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