Corriere della Sera - Italien | Montag, 31. August 2009
Merkel muss sich keine Sorgen machen
Die Tageszeitung Corriere della Sera schreibt zu den Verlusten der CDU bei den Landtagswahlen in Deutschland: "Die offizielle Strategie von Frau Merkel - wieder zu einer politischen Dialektik zurückzukehren, in der die Christdemokraten auf der einen und die Sozialdemokarten auf der anderen Seite stehen - hat gestern [am Sonntag] einen schweren Schlag erlitten. Tatsache ist, dass die beiden großen traditionellen Volksparteien des Nachkriegsdeutschland - SPD und CDU - immer mehr an Stimmen verloren haben und numerisch nicht mehr in der Lage sind, mit der FDP eine Mehrheit zu bilden, die mal mit der einen, mal mit der anderen Seite koaliert. ... Unter dem Druck der Parteien, die unter der Großen Koalition leiden, hat Merkel gesagt, sie wolle zu der traditionellen Allianz mit den Liberalen, wie zu Zeiten ihres Mentors [Altkanzler] Helmut Kohl, zurückkehren. In Wahrheit ... könnte sie aber eine Neuauflage der Regierung mit der SPD vorziehen, in der sie als Kanzlerin mit einer schwachen Opposition gearbeitet und ihr Image als Frau der Stabilität ... hat aufbauen können. In ihrem fundamentalen Pragmatismus war Merkel gestern vielleicht gar nicht so besorgt."
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