Gazeta Wyborcza - Polen | Dienstag, 1. September 2009
Polnischer Schatzminister verbirgt Wahrheit über Werften
Ein Investor aus Katar hat die polnischen Werften in Szczecin und in Gdynia nicht wie erwartet bis Ende August gekauft. Die liberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza kritisiert den zuständigen Schatzminister: "Aleksander Grad hat am Montag auf der Pressekonferenz gesagt, dass er ein reines Gewissen in der Angelegenheit der Werften habe, weil er alles ihm Mögliche zu ihrer Rettung getan hätte. Nach Aussagen des Ministers hat sich der ernsthafte Investor von der Transaktion zurückgezogen, weil die Lage der Werftindustrie weltweit dramatisch ist und sich das Investitionsprojekt als unrentabel erwiesen hat. Da hat der Minister wieder einmal nicht die Wahrheit gesagt. Die Schiffbauindustrie hat sich in den vergangenen paar Monaten zumindest nicht verschlechtert. Der Investor soll sich angeblich dazu entschlossen haben, die Werften im Juni zu kaufen, und dann im August zu dem Schluss gekommen sein, sich zurückzuziehen? Das klingt unlogisch."
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