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La Repubblica - Italien | Donnerstag, 10. September 2009

Berlusconi muss vor das Parlament treten

Seit April stellt die linksliberale italienische Tageszeitung La Repubblica Silvio Berlusconi täglich zehn Fragen zu den Skandalen um seine Person. Nach den jüngsten Enthüllungen über Partys mit bezahlten Frauen fordert die Zeitung, der Regierungschef solle dem Parlament endlich Rede und Antwort stehen: "Sex, Prostitution, krumme Geschäfte und Drogen. In dieses Milieu ist Berlusconi wegen einer ungelösten intimen Fragilität hineingerutscht, die von seiner [Frau] Veronica Lario rechtzeitig angezeigt wurde. Aus diesem Milieu können viele Intrigen und zu viele Erpressungen für den Regierungschef kommen, die er offenkundig längst nicht mehr voraussehen und kontrollieren kann, wie er es in der Vergangenheit getan hat, indem er sich selbst eine ewig währende Strafimmunität gab. … Die langsame aber unaufhaltsame Aufdeckung des unordentlichen Lebenswandels eines Premiers, der einer Sexsucht verfallen ist, muss ja mit einer öffentlichen Erklärung zu einem Ende kommen, wenn man nicht - mit Berlusconis Ruf - auch die Glaubwürdigkeit der Institutionen in den Abgrund reißen will. ... Er soll endlich vor das Parlament treten und von sich berichten, uns berichten. Er kann nicht mit dem üblichen Rat davonkommen, man solle keine Zeitungen lesen."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 10. September 2009

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