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taz - Deutschland | Mittwoch, 12. Juli 2006

Russland vor dem G8-Gipfel

Klaus-Helge Donath porträtiert den ehemaligen Schach-Weltmeister Garri Kasparow, der sich seit einem Jahr als oppositioneller Politiker versteht und gerade in einem Moskauer Hotel einen Gegengipfel zum G8-Treffen unter dem Motto "Das andere Russland" organisiert, was den Kreml sehr ärgert. "Kasparows Vorwurf an die G-8-Regierungschefs wiegt schwer: In einem Aufruf klagt er den Westen an, aus Sicherheits- und Energieinteressen dem Demokratieabbau in Russland nichts entgegenzusetzen... Kasparows Urteil über den Zustand des Landes ist hart, unerbittlich. Russland befinde sich im Stadium des 'Frühfaschismus', behauptet er, Kompromisse mit der Kreml-Elite lehnt er strikt ab... Noch lässt man ihn gewähren, er kann sich mehr herausnehmen als andere Gegner des Regimes. Doch die kremltreue Presse stempelt ihn bereits zum Grenzgänger zwischen Genie und Wahnsinn, zum Roboter, der nur am Schachbrett wirklich funktionieren kann."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 12. Juli 2006

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