La Repubblica - Italien | Freitag, 18. September 2009
Untergang des Westens rückt näher
Bei einem Selbstmordanschlag in Kabul sind am Donnerstag mindestens 16 Menschen getötet worden, darunter auch sechs italienische Soldaten. In Afghanistan stehen nicht nur Menschenleben, sondern der Untergang des Westens auf dem Spiel schreibt die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Über Afghanistan zu diskutieren, heißt heute vor allem, über den Westen zu diskutieren. Ob er eine Zukunft verdient hat, oder ob die Geschichte andere internationale Geometrien in Aussicht stellt. Ob es zynisch ist, seine starken Interessen anzuerkennen und zu verteidigen, und ob es naiv oder ein Vorwand ist, ihn an die Menschenrechte zu koppeln. Ob er sich in seine Grenzen zurückziehen oder in das offene Meer wagen soll. Und ob die Desorientierung seiner öffentlichen Meinungen und die Schlaffheit seiner führenden Klassen ein Jahrhundert später nicht der Bewahrheitung einer alten Prophezeiung näher rückt, die in der Formel vom 'Untergang des Westens' enthalten ist."
» zum ganzen Artikel (externer Link, italienisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Europa, » Afghanistan
Alle verfügbaren Texte von » Guido Rampoldi
» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 18. September 2009