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Magyar Nemzet - Ungarn | Montag, 21. September 2009

Obama bricht mit der Bush-Ära

Die konservative Tageszeitung Magyar Nemzet kann die jüngsten außenpolitischen Entscheidungen der USA nachvollziehen, erkennt aber auch die allgemeine Verunsicherung in Mittelosteuropa an: "Ein Teil Mittelosteuropas fängt an, gegenüber dem US-Präsidenten Barack Obama eine Abneigung zu hegen. Es wird von einer Abwertung, gar dem Verrat der mittelosteuropäischen Region gesprochen, über deren Kopf hinweg Abkommen getroffen werden. ... Der namhafte US-Sicherheitsexperte Zbigniew Brzezinski hat Recht, wenn er schreibt, dass ein Raketenschild in Mittelosteuropa wenig sinnvoll gewesen wäre. Denn einerseits gäbe es jene Bedrohung nicht, die einen Raketenschild erforderlich machen würde. Andererseits hätte der Schild Länder geschützt, die auf einen solchen Schutz gar keinen Anspruch erhoben hätten. ... Indem Obama den Raketenschild verworfen hat, hat er mit der ideologischen Außenpolitik der Bush-Ära gebrochen. Die USA verfolgen nun ihre wahren Interessen. Dies bedeutet, dass sie ihre Aufmerksamkeit verstärkt auf den Nahen Osten und auf Asien richten."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 21. September 2009

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