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Diário de Notícias - Portugal | Dienstag, 22. September 2009

Mário Soares zur Lage der EU nach Barrosos Wiederwahl

In der Tageszeitung Diário de Notícias zeigt sich der ehemalige portugiesische Staatschef Mário Soares angesichts der Wiederwahl von José Manuel Barroso als EU-Kommissionspräsident besorgt über die Zukunft der Europäischen Union: "Die politisch-institutionelle Sackgasse [in der sich die EU befindet], der Mangel an internationalen Initiativen, die fehlende Koordination zwischen den 27 EU-Staaten bezüglich eines finanziellen und wirtschaftlichen Plans zur Bekämpfung der weltweiten Krise sowie die Mittelmäßigkeit der derzeitigen europäischen Politiker reichen aus, um die Kluft zwischen EU-Politikern und EU-Bürgern weiter wachsen zu lassen, eine gemeinsame Regierung aller 27 EU-Staaten zu erschweren und die Union zu schwächen. All dies zu einem Zeitpunkt, zu dem die Ratifizierung des Lissabon-Vertrags immer unwahrscheinlicher scheint - kurz vor dem neuen irischen Referendum [über den Vertrag]. Das heißt, genau zu dem Zeitpunkt, zu dem in einer immer multilateraleren Welt eine starke Union nötig wäre, tut die EU nur so, als ob sie sich ändern würde. Die Wiederwahl Barrosos ... zum EU-Kommissionspräsidenten ... kann nicht ohne Besorgnis gesehen werden."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 22. September 2009

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