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Le Monde - Frankreich | Montag, 17. Juli 2006

Petropolitik auf dem G8-Gipfel

"Sind diese Gipfeltreffen eigentlich noch von Nutzen?", fragt sich Eric Le Boucher. "Die wachsende Anzahl der 'globalen' Übel, deren Lösung über die Ebene der Nationalstaaten hinausgeht, verdeutlicht die Sinnlosigkeit nationalistischer Nostalgie und die Notwendigkeit einer multilateralen Antwort. Doch die bestehenden Institutionen, seien sie nun informell (G8) oder formell (UNO, internationaler Währungsfonds, Welthandelsorganisation), müssen dringend reformiert werden. In dieser Hinsicht ist die Idee des G8 ein guter Ansatz. Denn der Multilateralismus nach dem Modell der UNO (jeder Staat verfügt über eine Stimme und über das Vetorecht) funktioniert nur schlecht. Und die Welthandelsorganisation, die nach diesem Prinzip errichtet wurde, leidet seit vier Jahren darunter. Es ist wohl nötig, zu einem 'aufgeklärten Club' der Großen zurückzukehren, der am handlungsfähigsten ist... Aufgeklärt heißt in diesem Zusammenhang offen. Der internationale Währungsfonds, den Europäer und Amerikaner zusammen leiten, muss den asiatischen Ländern einen Platz einräumen, der ihrem Gewicht in der Weltwirtschaft entspricht."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 17. Juli 2006

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