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La Repubblica - Italien | Mittwoch, 7. Oktober 2009

Tragik der Milchbauernproteste

In der linksliberalen Tageszeitung La Repubblica kommentiert der Begründer der Slow Food-Bewegung Carlo Petrini die Tragik der Milchbauernproteste in Brüssel am vergangenen Montag: "Man kann ... verzaubert sein von den Fotos eines Milchbauern, der den ... Ordnungshütern Milch direkt aus dem aufreizenden Euter einer friedlichen, wenn auch etwas verwirrten Kuh ins Gesicht spritzt. Aber all das ist grauenhaft. Die Milch, die aus Protest gegen die europäischen Agrarminister in den letzten Tagen auf den Feldern und am Montag von den 7000 ... Viehzüchtern auf der Straße vergossen wurde, trifft uns ins Herz. Versetzt euch in die Lage der Personen, die so tief gesunken sind, die Frucht ihrer eigenen Arbeit wegzuschütten: Das hat etwas Tragisches. Sie haben auf diese verzweifelte Geste zurückgegriffen, weil die Milch fast nichts mehr wert ist. ... Den ersten Schlag versetzten [den Bauern] die europäischen Subventionen, die vor allem den Großbetrieben zuflossen. ... Zweifellos ist der Markt heute in den Händen der großen Ketten, die den Viehzüchtern Milch und Fleisch abnehmen. Oder besser gesagt: sie ihnen abnehmen, nachdem sie zuvor den Preis bestimmt haben. ... Die Verhandlungsmacht der Viehzüchter ist auf diesem Markt ... gleich Null."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 7. Oktober 2009

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