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Diário de Notícias - Portugal | Freitag, 9. Oktober 2009

Sextouristen sollten nicht Minister werden

Nach seiner Verteidigung von Filmregisseur Roman Polanski ist Frankreichs Kulturminister Frédéric Mitterrand nun auch wegen eines freizügigen Buches über seinen Sextourismus nach Thailand massiv unter Druck geraten. Politische Gegner fordern seinen Rücktritt. Ferreira Fernandes schreibt in der Tageszeitung Diário de Notícias: "Die Autobiographie La Mauvaise Vie, die Frédéric Mitterrand im Jahr 2005 schrieb, ist nun in seinen Händen explodiert. In dem Buch schreibt er, dass er in einem Prostituiertenviertel in Bangkok war und dort käuflichen Sex mit Jungen hatte. ... In Frankreich wurde ein Skandal daraus, und [nun] fordern viele den Rücktritt Mitterrands. Was ist in diesem Fall unwichtig? Dass Frédéric ein Mitterrand ist, weil die Verwandtschaft zu einem politischen Mythos nicht relevant ist. Auch ist es nicht relevant, dass er Mitglied einer Rechtsregierung ist und dass er Sex mit Männern hatte ... , weil die einzige Quelle dafür Mitterrand selbst ist und dieser leugnet, dass es sich um Minderjährige handelte. Man sollte deshalb nur über die Fakten sprechen: Mitterrand war als Sextourist in Thailand. Nur darum geht es. Meine Meinung ist: Ich würde ungern einen Minister haben, der in armen Ländern Sex kauft."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 9. Oktober 2009

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