Cinco Días - Spanien | Montag, 12. Oktober 2009
Den Opel-Verkauf nachverhandeln
Während der Koalitionsgespräche in Deutschland zwischen der konservativen CDU und der wirtschaftsliberalen FDP gebe es noch einmal die Chance, den Verkauf von Opel nachzuverhandeln, hofft die Wirtschaftszeitung Cinco Días: "Die ausländischen Beschwerden gegen den deutschen Staatsinterventionismus und die unkonventionellen Regierungpraktiken kommen in politischer Hinsicht in einem Schlüsselmoment. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel aus dem Mitte-Rechts-Lager, das gerade die Wahlen gewonnen hat, kann nicht ohne die Unterstützung der liberalen FDP regieren. Aber diese haben sich von der jahrelangen sentimentalen rechten Ideologie befreit und ihren Wahlkampf auf einer erneuerten Basis des freien Marktes geführt. Einige ihrer führenden Politiker haben sogar den Opel-Deal kritisiert. ... Es kann sein, dass es noch nicht zu spät ist, dieses Abkommen nachzubessern und ihn [den Deal] aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoller zu gestalten und so in Betracht zu ziehen, dass der europäische Automobilmarkt unter einer Überkapazität leidet."
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