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Die Welt - Deutschland | Montag, 19. Oktober 2009

Hamid Karsai gebührt Preis für Frechheit

Zum umstrittenen Ergebnis der Präsidentschaftswahl in Afghanistan schreibt die konservative Tageszeitung Die Welt: "Die Präsidentenwahl in Afghanistan ist eine Peinlichkeit für alle Beteiligten. Amtsinhaber Hamid Karsai gebührt dabei der erste Preis in der Kategorie Frechheit. Weil er doch tatsächlich gedacht hat, die internationale Gemeinschaft würde Milliarden von Dollar zum Aufbau afghanischer Staatlichkeit ausgeben und das Leben ihrer Soldaten und Bürger aufs Spiel setzen, um dann einfach nur mitanzusehen, wie Karsai all das Gerede vom Aufbau demokratischer Strukturen mit dreisten Manipulationen Lügen straft. Aber auch Nato, Vereinte Nationen und Amerikaner haben sich einiges vorzuwerfen. Denn obwohl die Wahlfälschung im Vorfeld abzusehen war, haben sie wenig getan, eine faire Abstimmung sicherzustellen oder die Organisation des Urnenganges ganz in internationale Hände zu geben. Gerade die UN haben viel Glaubwürdigkeit verspielt, weil der Afghanistan-Beauftragte Kai Eide den Wahlskandal lange Zeit unter den Teppich kehren wollte."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 19. Oktober 2009

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