Corriere della Sera - Italien | Dienstag, 20. Oktober 2009
Berlusconis Außenpolitik ist russlandzentriert
Anlässlich des bevorstehenden Staatsbesuches von Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi in Russland kritisiert die liberalkonservative Tageszeitung Corriere della Sera, dass sich die italienische Außenpolitik zu stark an Russland orientiere: "[Barack] Obama hat den Platz von [George W.] Bush [als US-Präsident] im Weißen Haus eingenommen. Und auch [Wladimir] Putin hat das Kästchen gewechselt. Auch wenn er weiter, nun vom Sessel des Ministerpräsidenten [und nicht als Präsident], die Fäden der russischen Macht in der Hand hält. Hat die jetzige Regierung Berlusconi diese Entwicklungen berücksichtigt? Uns scheint, nein, und es scheint, dass der Ministerpräsident gut daran täte, über seine Außenpolitik nachzudenken, die längst russlandzentriert erscheint. … Ein paar Beispiele, etwa die Form: Wenn [Silvio] Berlusconi …. sich allzu oft als 'Advokat von Putin' (seine eigenen Worte) bezeichnet, gefällt das niemandem und schadet der Glaubwürdigkeit Italiens."
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