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Die Presse - Österreich | Donnerstag, 22. Oktober 2009

Nur ein rhetorisches Ja zu Europa

Die meisten Spitzenpolitiker in Bosnien-Herzegowina befürworten offiziell einen Beitritt ihres Landes zur EU. Doch persönlich hätten sie sich abseits der geforderten demokratischen Regeln komfortabel eingerichtet, schreibt die Tageszeitung Die Presse: "Natürlich schwören die Führer der drei Volksgruppen ihren Wählern, dass sie ja nichts lieber täten, als das Land ins 'Paradies Europa' zu führen. De facto ist aber der jetzige Status quo für viele dieser Politiker das Paradies. Besonders für den bosnisch-serbischen Premier Milorad Dodik. Der hat sich in seiner 'Serbischen Republik' bequem eingerichtet. Hier ist er in Wirtschaft und Politik der wichtigste Mann. Und immer, wenn ihm jemand von außen einen Teil seiner Macht nehmen möchte, ruft er zum 'Überlebenskampf' des serbischen Volkes auf. Verfassungsänderungen oder gar einen EU-Beitritt können die Dodiks des Landes nicht wirklich gebrauchen. Die Drohungen der EU werden sie deshalb wohl kaum beeindrucken."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 22. Oktober 2009

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