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Frankfurter Rundschau - Deutschland | Freitag, 23. Oktober 2009

Gerd Höhler über die Türkei als neue Macht im Nahen Osten

Die Türkei ist auf dem besten Weg, eine führende Macht im Nahen Osten zu werden. Ihre wachsende politische und wirtschaftliche Bedeutung mache sie noch attraktiver für die EU, meint die linksliberale Frankfurter Rundschau: "Seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts saß die Türkei geduldig im Wartezimmer Europas. Jetzt will sie sich nicht länger mit der Rolle des treuen Nato-Partners und des ewigen EU-Beitrittskandidaten begnügen. Sie wendet sich ihren östlichen Nachbarn zu und beginnt, die Kräfteverhältnisse in der Region aktiv zu gestalten. Am Ende dieses Weges könnte eine Führungsrolle der Türkei in der islamischen Welt stehen. Sicher ist diese Neuorientierung auch eine Reaktion auf die unentschlossene Haltung der Beitrittsgegner in Europa, die dem Land die Tür zur Europäischen Union zuschlagen möchten. Die neue Außenpolitik der Türkei aber als eine Absage Ankaras an Europa oder als Anlass für eine Ausgrenzung des Landes aus der EU zu interpretieren, wäre falsch und gefährlich. ... Die Aufnahme der Türkei wird die EU nicht belasten, sondern ihr wirtschaftlich und politisch mehr Gewicht in der Welt geben."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 23. Oktober 2009

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