Gazeta Wyborcza - Polen | Mittwoch, 18. November 2009
Streit um Vertriebenen-Chefin nur deutsches Problem
Die liberale Zeitung Gazeta Wyborcza lobt beim deutsch-polnischen Dauerstreit um die deutsche Vertriebenen-Vorsitzende Erika Steinbach den deutschen Außenminister Guido Westerwelle: "Steinbach wird ... nicht in den Stiftungsrat [für das geplante deutsche Zentrum gegen Vertreibungen] kommen, weil Guido Westerwelle, der Außenminister und Vorsitzende der FDP, des Koalitionspartners von Bundeskanzlerin Angela Merkel, damit nicht einverstanden ist. Dank ihm hat die Angelegenheit 'Steinbach' aufgehört, eine deutsch-polnische Frage zu sein. Sie ist nun ein rein deutsches Problem. Westerwelle hat zuletzt einige Male wiederholt, dass die Vertriebenen-Chefin den deutsch-polnischen Beziehungen schadet. Obwohl in Deutschland der Ärger an ihm ausgelassen wird, hält der FDP-Chef strikt an seiner Position fest. So hat gestern die Frankfurter Allgemeine Zeitung geschrieben, dass Westerwelle verrückt geworden sei und vergessen habe, in welchem Land er Minister sei."
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