taz - Deutschland | Donnerstag, 19. November 2009
Atommacht Frankreich wankt
Ein Drittel der französischen Atommeiler steht still wegen Reparaturen. Der französische Energiekonzern EDF will für rund eine Milliarde Euro Strom aus dem Ausland zukaufen. Trotzdem hält sich der Mythos der unerschöpflichen Atomenergie, was die linke Die Tageszeitung kritisiert: "Statt den Energieverbrauch zu reduzieren und die Versorgung zu diversifizieren, hat Frankreich ganz auf die Kernenergie gesetzt. Mit Unterstützung der Staatsführung präsentiert sie als einzige Lösung der Versorgung mit Elektrizität die 'neue Generation' des Druckwasserreaktors (EPR). Der Energiekonzern EDF ist zynisch genug, um die derzeitigen Produktionsengpässe sogar als Argument für einen beschleunigten Ersatz der alten AKW durch EPR zu verkaufen. Nicht zuletzt geht es Frankreich auch darum, seine weltweit führende Stellung in der 'zivilen' Kerntechnologie zu verteidigen."
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