Elsevier - Niederlande | Donnerstag, 19. November 2009
Diplomatie muss national bleiben
Mit rund 70.000 Angestellten und rund 500 Millionen Euro Kosten im Jahr unterhalten die Niederlande einen der größten diplomatischen Dienste Europas, rund ein Viertel mehr als vergleichbare Länder. Laut einer parlamentarischen Initiative soll der Dienst kleiner und Botschaften an die EU übertragen werden. Kosten sparen sei gut, meint das rechtsliberale Nachrichtenmagazin Elsevier, doch nicht um jeden Preis: "Zyniker, die meinen, dass es vor allem darum geht, dass niederländische Diplomaten und Politiker sich brüsten und Jobs zuschieben können, haben wahrscheinlich recht. Es geht viel billiger. Und das wird auch nötig sein. ... Aber das heißt nicht, dass der diplomatische Dienst an die Europäische Union übertragen werden kann. ... Das wäre dumm. Es ist sehr klug, in Teilbereichen mit den Botschaften anderer europäischer Länder zusammen zu arbeiten. Aber wenn man Brüssel seine Diplomatie überlässt, schafft man die Niederlande wieder ein kleines bisschen ab. Damit ist keinem einzigen niederländischen Interesse gedient."
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