168 óra - Ungarn | Freitag, 20. November 2009
Rechtsradikale preschen in Bulgarien vor
In Bulgarien ist die rechtsradikale Partei Ataka weiter auf dem Vormarsch, was die linksliberale Wochenzeitung 168 óra für ein typisch osteuropäisches Phänomen hält: "Zwischen 2005 und Juli 2009 war eine Koalition an der Regierung, die sich aus den Sozialisten, der konservativen Partei von Simeon Sakskoburggotski ... und der Partei der türkischen Minderheit zusammensetzte. Die im April 2005 gegründete rechtsradikale Partei Ataka stellte diese Regierungskoalition als Herrschaftsbündnis der Kommunisten, Nazis und des 'Halbmondes' dar (Armer Simeon - abgesehen davon, dass er während des Zweiten Weltkriegs den Thron eines Landes bestieg, das von den Nazis besetzt war, hatte er keinerlei Kontakte zu den Deutschen). ... Ataka schlägt auf alles und jeden ein. Sie geißelt die Sozialisten und die türkische Partei, die Nato und die EU, den Internationalen Währungsfonds und die Weltbank. ... Bei ihren unzähligen Straßenaktionen wettert sie gegen die 'Vaterlandsverräter' und den Ausverkauf der bulgarischen Erde. Sie fordert Sonderrechte für die Mehrheitsnation und eine Neuverteilung des Staatseigentums und der Steuern. ... Zuletzt hat sich Ataka bei der regierenden Rechtspartei (GERB) von Bojko Borissow angebiedert. Ein Menetekel."
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