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Correio da Manhã - Portugal | Mittwoch, 2. Dezember 2009

Domingos Amaral über den Schweizer Makel

Das Minarett-Verbot ist ein Makel der Schweizer, findet Domingos Amaral, Direktor des Männermagazins GQ. Es spiegelt nicht Europas Verhältnis zu Muslimen wider, schreibt er in der Tageszeitung Correio da Manhã: "Es ist logisch, dass dies für die Mehrheit der Menschen lediglich eine weitere Episode des alten Kriegs zwischen Europa und dem Islam ist ... . Für viele ist es auch logisch, dass die Schuld bei den islamischen Fundamentalisten liegt. ... Doch da die Europäer die Muslime brauchen, um auf den Baustellen ... zu arbeiten und um die Straßen zu säubern, akzeptieren sie widerwillig, dass ihre Städte voll mit 'Burkas' und Moscheen sind. Die Wahrheit ist, dass die Europäer Angst vor Bomben und religiösen Exzessen haben und deshalb anfangen zu reagieren. Zuerst waren es die berühmten Cartoons in Dänemark. ... Jetzt die Minarette ... . Wenn wir dies als eine Episode des Europa-Islam Kriegs sehen, dann müssen wir zugeben, dass das Gefühl unangenehm ist, gleichzeitig die moderaten Muslime ... zu bestrafen. ... Die Schweizer sind ... alles andere als tolerant und lieben es zu verbieten. ... Dies ist also nicht nur eine Episode des Europa-Islam Kriegs, sondern vor allem ein weiterer, typischer Makel der Schweizer."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 3. Dezember 2009

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