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Népszabadság - Ungarn | Sonntag, 6. Dezember 2009

Ákos Szilágyi über eine drohende Massenhysterie in Ungarn

Wegen der anhaltenden wirtschaftlichen und politischen Krise Ungarns seien die Grundfesten der Demokratie in Gefahr, meint der Dichter und Essayist Ákos Szilágyi in der Wochenendbeilage der linksliberalen Tageszeitung Népszabadság: "In Anbetracht der im vergangenen Herbst ausgebrochenen Weltwirtschaftskrise, der inneren und äußeren Verschuldung Ungarns sowie der akuten politischen Krise im Land ist das Befinden des ungarischen Mittelstands von Ernüchterung und Resignation geprägt. In dieser krisenhaften Atmosphäre ... greift auch immer mehr Panik um sich. ... Wir sehen, dass der im politischen Leben Ungarns tobende kalte Bürgerkrieg die Dritte Republik gleichsam dem 'Erdboden gleichgemacht' hat. Die in den vergangenen Jahren über die Maßen diskreditierte liberale Demokratie wird bald einen Punkt erreichen, an dem sie dem lethargisch-hysterischen Zustand der Gesellschaft nichts mehr entgegenzusetzen hat. ... Um eine Massenhysterie im Land zu verhindern, müsste jener kalte Bürgerkrieg in der Politik, der die ungarische Demokratie an den Rand der Funktionsunfähigkeit gebracht hat, umgehend beendet werden. ... Gelingt dies nicht, wird die anschwellende Massenhysterie die Demokratie mitsamt ihren Parteien und Institutionen, ihrer Offenheit und Toleranz wegfegen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 7. Dezember 2009

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