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La Repubblica - Italien | Freitag, 11. Dezember 2009

Krieger wider Willen

Die Kritiker der Verleihung des Friedensnobelpreis an den US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama verkennen den feinen Unterschied zwischen friedlich und pazifistisch, schreibt die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Wenn der US-amerikanische Präsident die von ihm selbst geweckten Hoffnungen scheinbar enttäuscht hat und eine Auszeichnung annimmt, die scheinbar mit der Eskalation des Kriegs in Afghanistan schwer zu vereinbaren ist, liegt der Grund für dieses Missverständnis darin, dass man den wesentlichen Unterschied übersehen will, der zwischen denjenigen besteht, die einen Krieg aus 'freier Wahl' führen und denjenigen, die ihn aus 'Notwendigkeit' führen. … Ein weiteres Schlüsselwort bei der Annahme des Nobelpreises ist das Wort 'gerecht'. Für die edle Empfindung des Pazifisten ist die Unterscheidung von 'gerecht' und 'ungerecht' hinfällig, da jeder Krieg per Definition das absolut Böse darstellt, das es abzulehnen gilt. Für die Verantwortung des friedlichen Menschen und des widerwilligen Kriegers sind die Waffen hingegen der letzte Ausweg, wenn jeder andere ernsthafte Versuch ... gescheitert ist."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 11. Dezember 2009

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