Die Presse - Österreich | Donnerstag, 17. Dezember 2009
Rechtspopulisten greifen gemeinsam an
Zwei rechtspopulistische Parteien in Österreich haben sich zusammengeschlossen: die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) und der starke Kärntner Teil der ehemaligen Jörg-Haider-Partei Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ). Das könnte gefährlich werden für die gemäßigten Parteien, meint die Tageszeitung Die Presse: "Denn die Strategie von Heinz-Christian Strache [FPÖ] und Uwe Scheuch [BZÖ] ist klar und ziemlich intelligent: Die FPÖ sammelt die österreichweiten Stimmen des BZÖ ein, und die Kärntner Freiheitlichen müssen keine Konkurrenz aus dem eigenen Lager fürchten. Scheuch hat aufgrund seiner feudalen Weltsicht kaum bundespolitische Interessen, Strache bekommt kostenlos die Kärntner Nationalratsmandate. Das Konzept heißt 'Vorwärts in die Vergangenheit': nicht nur ideologisch, sondern auch und vor allem strategisch. Die anderen Parteien, diesmal vor allem die SPÖ, werden sich etwas einfallen lassen müssen, wenn sie verhindern wollen, dass die 'neue' FPÖ wie 1999 zur Nummer zwei im Land wird."
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