Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Dienstag, 5. Januar 2010
Spaniens EU-Führung gefährlich
Die politische und wirtschaftliche Instabilität Spaniens könnte die im Januar übernommene EU-Ratspräsidentschaft gefährden, warnt die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Es fehlt an industrieller Basis und internationaler Wettbewerbsfähigkeit, um die Ausbildung ist es nicht gut bestellt: Ein Drittel der zwanzig bis dreißig Jahre alten Spanier ist beschäftigungslos. ... Die europäische Erörterung jedes heiklen ökonomischen oder sozialen Themas wird zurückstrahlen. Deshalb setzt [Ministerpräsident] Zapatero, der hofft, dass sich die dunklen Wolken rechtzeitig vor seinem nächsten Wahlkampf 2012 wieder verziehen werden, auf internationale Profilierung mit augenfälliger Führungsrolle im Einvernehmen mit dem neuen 'Freund' Obama. Er mag hier der EU und der atlantischen Allianz manchen guten Dienst leisten. Spaniens Verbündete werden indes bei einer Reihe kontroverser Themen - Umgang mit lateinamerikanischen Linkspopulisten, Schmusekurs gegenüber Kuba, Nichtanerkennung des Kosovos, beschleunigter Beitritt der Türkei und Serbiens - genau zu prüfen haben, ob ihre Interessen mit denen Zapateros übereinstimmen."
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