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Népszabadság - Ungarn | Samstag, 9. Januar 2010

Miklós Blahó über falsche Wege aus der Wirtschaftskrise

Kann die EU in wirtschaftlicher Hinsicht mit Asien und den USA Schritt halten? Bestimmt nicht, wenn sie den Markt überreguliert, meint Miklós Blahó in der linksliberalen Tageszeitung Népszabadság: "Die voluntaristische Wirtschaftspolitik der neuen EU-Mitgliedsländer hat weder in Sachen Wachstum noch in Bezug auf Beschäftigung oder die Ausgaben für Forschung und Entwicklung das erhoffte Ergebnis gebracht. Das im Jahr 2000 gestartete Lissaboner Programm verheißt auch in seinem zehnten Jahr nichts Gutes mehr. Die der Finanzkrise entwachsene Wirtschaftskrise hat in den 27 Mitgliedsstaaten der EU schmerzhaftere Spuren hinterlassen als beim 'bedrängten' Partner in Übersee (USA), und auch sehr viel größere als in China oder anderen asiatischen Ländern. In Anbetracht der angehäuften Schuldenberge und der rasant wachsenden Arbeitslosigkeit stellt sich unweigerlich die Frage: Was tun? Die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit geht freilich niemandem gegen den Strich. ... Allerdings sehen wir heute, dass die dem Populismus anheim gefallenen Politiker den Ansprüchen des Volkes entgegenkommen, indem sie den Kapitalismus eindämmen und diesen mit einem Wust von Regeln begrenzen. Ob dies die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen gegenüber ihren Konkurrenten in den USA und China steigert sei dahingestellt."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 11. Januar 2010

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