Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Dienstag, 15. August 2006
Die neue Vitalität der Schweiz
Jürg Altwegg berichtet erfreut, dass die Schweizer Intellektuellen sich nach langem Schweigen wieder politisch engagieren: "Nun sind sie plötzlich wieder zu hören, und so massiv wie jetzt haben sich die Schweizer Intellektuellen auch früher nur selten manifestiert. Mehr als siebenhundert Kulturschaffende von Rang und Namen und mit großem Einfluss in der Öffentlichkeit haben ein Manifest veröffentlicht, in dem sie die Verschärfung der Schweizer Asylpolitik ablehnen." Über das Gesetz wird am 24. September abgestimmt. "'Die Schweiz hat wesentlich zur Schaffung des neuen Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen beigetragen', heißt es im Manifest der Intellektuellen, 'gleichzeitig will sie die Menschenrechte an ihren Grenzen abschaffen. Diese Groteske kann sich unser Land nicht leisten.'" Altweggs Fazit: "Endlich: Die Schweizer Kulturszene erwacht - nach der Fußballnationalmannschaft zeugen auch die Intellektuellen von der wiedergefundenen Vitalität des Landes."
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