De Standaard - Belgien | Freitag, 15. Januar 2010
Hoffnung zwischen Trümmern auf Haiti
Nach dem schweren Erdbeben auf Haiti kommt die internationale Hilfe in Gang. Doch die schnelle und überwältigende Hilfe birgt eine große Gefahr, warnt die Tageszeitung De Standaard: "Nach so einer medienwirksamen Katastrophe schießt die Solidarität hoch wie eine Stichflamme, aber erlischt meistens auch wieder schnell zu einer kleinen Sparflamme. Die großzügigen Spender fordern schnelle und sichtbare Resultate. Das setzt die Helfenden unter einen enormen 'Handlungsdruck', um sofort viel Geld auszugeben, was nicht nur den lokalen Markt stört, sondern oft auch nicht nachhaltig ist. Man braucht Zeit, um eine Krise zu bewältigen, viel Zeit, denn das Geld muss klug und in enger Abstimmung mit den Empfängern verwendet werden. ... Es ist entscheidend, dass die Entwicklungshelfer diesem Druck standhalten. Denn: Wenn bei einer solchen Katastrophe korrekt gehandelt wird, kann das getroffene Land davon stärker werden. Und so keimt zwischen den Trümmern doch ein wenig Hoffnung."
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