Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Montag, 18. Januar 2010
Orange Revolution hat Demokratie gestärkt
Der bisherige Präsident und Hoffnungsträger der demokratischen Bewegung in der Ukraine, Viktor Juschtschenko, hat keine Chance mehr auf eine Wiederwahl. Trotzdem sind nicht alle Erfolge der Orangen Revolution zerronnen, schreibt die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Dies zeigt schon die Tatsache, dass der Ausgang des Urnenganges bis zur Stichwahl in drei Wochen offen ist. Auch gibt es eine echte Opposition im Parlament sowie eine vielfältige Medienlandschaft. Und noch aus einem weiteren Grund besteht durchaus Hoffnung für die instabile ukrainische Demokratie: Alle Spitzenpolitiker, selbst der aus dem russischsprachigen Osten stammende Präsidentschaftskandidat Viktor Janukowitsch, wollen verhindern, dass Moskau das Land wieder unter Kontrolle bringt; sie sind sich darin einig mit den meisten Industriemagnaten. Es herrscht Einigkeit über einen Kurs der Annäherung an die Europäische Union. Dazu freilich kommt es entscheidend darauf an, dass die demokratischen Institutionen gestärkt werden."
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