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Világgazdaság - Ungarn | Dienstag, 19. Januar 2010

Joseph E. Stiglitz fordert Steuern gegen die Klimakrise

Einen Monat nach der Klimakonferenz in Kopenhagen denkt der Nobelpreisträger für Wirtschaft Joseph E. Stiglitz in der Wirtschaftszeitung Világgazdaság über Auswege aus der Klimakrise nach: "Das wirkliche Scheitern besteht darin, dass es keine Vereinbarung darüber gegeben hat, wie das hoch gesteckte Ziel, den Planeten zu retten, erreicht werden soll, keine Vereinbarung über die Reduktion von Kohlendioxidemissionen, keine Vereinbarung darüber, wie die Last verteilt werden soll und keine Vereinbarung über die Hilfe für Entwicklungsländer. Auch die ... Verpflichtung, im Zeitraum von 2010 bis 2012 Summen in Höhe von fast 30 Milliarden US-Dollar für die Anpassung an den Klimawandel und den Klimaschutz zur Verfügung zu stellen, wirkt lächerlich neben den Hunderten von Milliarden Dollar, die im Rahmen der Rettungsmaßnahmen von 2008 bis 2009 an die Banken verteilt wurden. ... Vielleicht ist es an der Zeit, einen anderen Ansatz auszuprobieren: Jedes Land verpflichtet sich, den Preis für Emissionen ... auf ein vereinbartes Niveau zu heben, sagen wir 80 Dollar pro Tonne. Die Länder könnten die Einnahmen als Alternative zu anderen Steuern nutzen - es ist wesentlich sinnvoller, schlechte Dinge zu besteuern als gute."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 20. Januar 2010

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