Ta Nea - Griechenland | Dienstag, 19. Januar 2010
Roussos Vranas über intransparente NGO-Arbeit
Mit Blick auf das Erdbeben in Haiti kritisiert der Kolumnist Roussos Vranas in der linksliberalen Tageszeitung Ta Nea die Rolle mancher Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in Katastrophengebieten: "Da wo eine Krise ausbricht, sind die humanitären Organisationen schneller vor Ort als die Journalisten. Aber sind sie wirklich NGOs? Oxfam, eine der größten NGOs, wird zu 25 Prozent von der britischen Regierung und der EU finanziert. Und die Nobelpreisträger Ärzte ohne Grenzen werden zu 46 Prozent von staatlichen Geldern finanziert. Viele dieser Organisationen dienen in Wahrheit als Mittler von Regierungen, die es bevorzugen durch sie [Organisationen] ihre Auslandshilfe als Geld in den Ländern zu 'waschen', in denen sie Einfluss haben wollen. ... Die meisten professionellen Helfer sind auf die Spenden großer Unternehmen angewiesen. Ihre Organisationen geben zehn Prozent ihres Budgets für Marketing und Werbung aus. Die humanitäre Hilfe bleibt im Dunkeln. Riesige Summen gehen unterwegs verloren. Und viele Versprechungen stehen oft nur auf dem Papier."
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