Postimees - Estland | Dienstag, 26. Januar 2010
Gefährliche Strategie mit Taliban
Die geplante Strategie der internationalen Gemeinschaft, die radikal-islamistischen Taliban mit Geld zu ködern, ist problematisch, meint die Tageszeitung Postimees: "Der Regierung [des afghanischen Präsidenten] Hamid Karzai traut niemand über den Weg, darum suchen die internationalen Geldgeber direkten Kontakt zu den lokalen Machthabern. Geld ist ein Teil der Strategie, die unter Führung von Großbritannien, den USA und Deutschland ausgearbeitet wurde. Der Plan ist, die Taliban auszuzahlen, Dorf für Dorf und Stamm für Stamm. Das große Problem ist freilich, dass den Taliban damit nur das angeboten wird, was ihnen bei ausreichend Geduld ohnehin sicher ist. 'Ihr habt Uhren, wir haben Zeit', spotten die Aufständischen. Die Paschtunen leben keinesfalls im Mittelalter, wie man im Westen oft glaubt, sondern in ihrer eigenen Zeit und in ihrem eigenen Raum, wo die westlichen Koordinaten nicht gelten."
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