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Delo - Slowenien | Freitag, 29. Januar 2010

Westen in Afganistan auf dem Holzweg

Die internationale Gemeinschaft verfolge die falsche Strategie in Afghanistan, wenn sie die radikal-islamische Bewegung Taliban mit Finanzhilfen bekehren möchte, glaubt die Tageszeitung Delo: "Auf der Konferenz in London ... hat man sich dem Anschein nach richtig entschieden, dass eine stabile Zukunft Afghanistans nur möglich ist, wenn die Afghanen selbst darüber entscheiden. Doch die Art und Weise, wie sich die internationale Gemeinschaft auf den Weg zu Stabilität und Frieden in Afghanistan begeben hat, ist völlig verfehlt. Die Taliban, deren Einfluss von Tag zu Tag wächst, haben immer wieder betont, dass eine Zusammenarbeit mit der Regierung in Kabul nur möglich ist, wenn alle ausländischen Soldaten aus dem Land abziehen. Deshalb ist es illusorisch und lebensgefährlich von den Taliban zu erwarten, dass sie ein derartiges Angebot der überheblichen Ausländer annehmen. Der Kampf der Rebellen ist eben keine Prostitution und der Preis für Freiheit, Stabilität und Frieden in Afghanistan wurde nie in Euros oder Dollars, sondern in der Zahl der meist zivilen Opfer angegeben."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 29. Januar 2010

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