Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Freitag, 29. Januar 2010
Keine Wende in Afghanistan
Nach der Londoner Afghanistan-Konferenz ist vom angekündigten Wechsel in der Afghanistan-Strategie wenig zu sehen, kritisiert die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Tatsächlich glaubten auch Amerikaner und Briten nie, Afghanistan lasse sich allein mit militärischen Mitteln befrieden. ... So epochal, wie insbesondere die [deutsche] Bundesregierung tut, ist der 'Strategiewechsel' nicht. Der Westen verfolgt in Afghanistan immer schon ein Doppelkonzept, wenn auch, nach den Gegebenheiten, mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die Amerikaner warteten, das zeigen ihre im vergangenen Jahr geänderten Einsatzrichtlinien, allerdings nicht erst auf eine weitere Afghanistan-Konferenz, um Konsequenzen aus ihren Fehlern zu ziehen. Die Europäer aber konferieren gerne. ... Von London sollte für die kriegsmüden Völker das Signal ausgehen, dass sich alle, auch die Afghanen, noch einmal kräftig anstrengen müssen, die Sache damit aber zu einem Ende gebracht werde."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Europa, » Nordamerika, » Afghanistan
Alle verfügbaren Texte von » Berthold Kohler
» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 29. Januar 2010