Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Sonntag, 7. Februar 2010
Ukraine tendiert zur Demokratie
Die Präsidentschaftswahlen haben gezeigt, dass es in der Ukraine einen echten politischen Wettbewerb und Meinungsvielfalt gibt, schreibt die Tageszeitung Neue Zürcher Zeitung. Dies sei ein Verdienst der Orangen Revolution 2004: "In den Jahren nach der Unabhängigkeit wurde immer wieder das Gespenst einer Spaltung der Ukraine in einen östlichen und einen westlichen Teil an die Wand gemalt. Auch während der orangen Revolution verschärften sich die regionalen Gegensätze. ... Heute scheint die Gefahr gebannt, dass die Ukraine an den regionalen Gegensätzen zerbrechen könnte. Der Staat in seinen bestehenden Grenzen hat sich konsolidiert. Gerade die ethnischen, gesellschaftlichen, kulturellen und sprachlichen Gegensätze zwingen die ukrainischen Politiker zur Suche nach einem demokratischen Interessenausgleich. Dass sich das Konzept einer politischen Nation von Staatsbürgern durchgesetzt hat, das nicht auf ethnischen Kriterien beruht, ist eines der Hauptverdienste der orangen Revolution."
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