Lietuvos rytas - Litauen | Dienstag, 9. Februar 2010
Sowjetskulpturen stellen keinen Wert dar
Auf einer Brücke in Vilnius stehen vier Skulpturengruppen aus der Sowjetzeit, die inzwischen dringend saniert werden müssten. Die Tageszeitung Lietuvos Rytas sieht wenig Sinn darin, sie zu erhalten: "Häufig werden historische Argumente ins Feld geführt: Kolchosbauern und Rotarmisten seien ebenfalls Teil unserer Geschichte, und darum hätten sie einen Ort im Zentrum von Vilnius verdient. Aber wenn wir so konsequent mit historischen Relikten sind, warum haben wir dann das Lenin-Denkmal gestürzt? Und warum entsorgen wir verhältnismäßig leicht andere Kunstwerke des sozialistischen Realismus? Es ist schwer nachvollziehbar, welchen Wert ausgerechnet die Skulpturen auf der Brücke Žaliasis tiltas haben sollen. … Wenn wir schon nach einem didaktischen Moment suchen, dann sollten wir lieber die Lager in Sibirien und die Behandlung von Litauern durch den KGB in die Lehrpläne aufnehmen. Und wenn Skulpturen an die Sowjetzeit erinnern sollen, sollten sie den Opfern des Kommunismus gewidmet sein, nicht den Symbolen der Ideologie der Besatzer."
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Alle verfügbaren Texte von » Monika Bončkutė
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