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Die Presse - Österreich | Freitag, 19. Februar 2010

Finanzsektor intelligent besteuern

Auch Österreich diskutiert über die Einführung einer neuen Bankensteuer. Die Geldhäuser sollen zwar ihren Beitrag leisten, meint die Tageszeitung Die Presse, aber dazu braucht es intelligente Steuermodelle: "Seit den Herren Obama, Brown und Sarkozy ob des tolldreisten Treibens ihrer Banker die Krägen geplatzt sind, wird ja wieder über lenkende Bankenbesteuerung geredet. ... Die Banken sollen ihren Beitrag zur Krisenbewältigung leisten. Die rund neun Prozent Zinsen, die für das vom Staat geliehene Eigenkapital bezahlt werden müssen, reichen dafür definitiv nicht. Irgendwie wird man sie auch dazu bringen müssen, 'Haftungsprovisionen' für ihre De-facto-Pragmatisierung abzuliefern. Die drei großen heimischen Banken haben ja alle Bilanzsummen, die das halbe BIP übersteigen – und müssen deshalb im Ernstfall wohl aufgefangen werden. Aber wenn schon, dann mit Steuermodellen, die die Branche in eine gesunde Richtung drängen. Und nicht mit Substanzsteuern, die letzten Endes die Kunden bezahlen."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 19. Februar 2010

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