Corriere del Ticino - Schweiz | Dienstag, 23. Februar 2010
Falkland droht neuer Konflikt
Das britische Ölunternehmen Desire Petroleum hat am Montag mit Ölbohrungen vor den Falkland-Inseln begonnen, einem britischen Überseegebiet. Dies hält die argentinische Regierung für illegal. Nach dem Falklandkrieg 1982 könnte dies der Anlass zu einem weiteren Konflikt sein, schreibt die Tageszeitung Corriere del Ticino: "Es ist wahr, dass der Popularitätsverlust, den vor den anstehenden Wahlen sowohl die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner wie auch der britische Premier Gordon Brown erleiden, erneut Wellen des Nationalismus ermöglicht. Doch sie wären zu schwach einen Krieg zu beginnen, käme da nicht eine klassische Komponente ... hinzu: die heiß begehrte Energiequelle. Denn am Meeresgrund, der die Insel umgibt, sollen circa 60 Milliarden Barrel Rohöl schlummern. ... Auch wenn noch niemand sagen kann, dass Port Stanley, die Hauptstadt von den Falkland-Malwinen, eines Tages das Dubai im Süden des Atlantiks wird, ... verteidigen beide Seiten immer erbitterter ihre entgegengesetzten Positionen bezüglich des ungelösten Problems der staatlichen Zugehörigkeit der Inseln."
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