Die Presse - Österreich | Donnerstag, 25. Februar 2010
Janukowitsch vor Herkulesaufgabe
Am Donnerstag wird Viktor Janukowitsch als Präsident der Ukraine vereidigt. Vor ihm liegen unpopuläre, aber notwendige Reformen wie Streichung von Subventionen, Anhebung der Energiepreise und eine Rentenreform, schreibt Die Presse: "Viktor Janukowitsch könnte zeigen, dass er doch kein typischer ukrainischer Apparatschik ist, indem er es wagt, diese heißen Eisen tatsächlich anzupacken. Tut er es, dann hätte er vonseiten des Währungsfonds, der Weltbank und der EU jede nur mögliche Unterstützung verdient. Aber die größten Hindernisse für eine radikale Reformpolitik und einen eisernen Sparkurs türmen sich ohnedies in der Ukraine selbst auf: sei es durch das miserabel funktionierende, weil schlecht strukturierte politische System des Landes, sei es durch den Dauerstreit der politischen Lager, sei es durch die höchst ungesunde Verbindung von Oligarchen und Politik. Letztere wird Janukowitsch kaum mit einem Schlag durchtrennen wollen, gilt er doch selbst als Marionette des Oberoligarchen der Ostukraine, Rinat Achmetow."
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