La Repubblica - Italien | Mittwoch, 3. März 2010
Agrarkonzerne wollen Gewinne
Die Zulassung der Genkartoffel Amflora in der EU ist die Folge der Geschäftsinteressen multinationaler Konzerne, meint der Slow-Food-Gründer Carlo Petrini in der linksliberalen Tageszeitung La Repubblica: "Europa ist für die Hersteller gentechnisch veränderter Organismen (GVO) ein verlockender Happen. Für ihre Welteroberungspläne war der Kontinent von strategischer Bedeutung, aber dann ist etwas schief gelaufen: Aufschübe, Misstrauen oder Verweigerung seitens der Bürger, gesetzlich bindende Vorsichtsmaßnahmen. Mit dem Erfolg, dass im vergangenen Jahr die Agrarfläche mit GVO-Anbau auf dem Kontinent um zwölf Prozent zurückgegangen ist. Ich bin fest davon überzeugt, dass, wenn die multinationalen Hersteller von GVO in den nächsten zwei Jahren nicht an die Märkte gelangen, die ihnen bisher noch verwehrt werden, sie ihre Pläne drastisch revidieren. Sie werden dann gewaltige wirtschaftliche Verluste einstecken müssen, und das ist der wahre Grund der x-ten Offensive gegen den gesunden Menschenverstand und den Willen der europäischen Bürger, die Amflora-Kartoffel zuzulassen."
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