taz - Deutschland | Montag, 8. März 2010
Kritik an 'nuklearer Entwicklungshilfe'
In Paris beginnt am heutigen Montag eine internationale Konferenz zum Thema Kernkraftnutzung, an der Vertreter aus gut sechzig Staaten teilnehmen. Die linke tageszeitung ärgert sich über die unkritische Haltung der Konferenz gegenüber Atomstrom: "Der Begriff der nuklearen Entwicklungshilfe wird nun wohl in den Wortschatz der Weltpolitik eingehen. Großmütig, wenn auch nicht ganz uneigennützig, wollen die Atommächte, allen voran Gastgeber Frankreich und die Atomenergieagentur der OECD, den nuklearen Habenichtsen helfen, sich diese angeblich kostengünstige und zukunftsträchtige Quelle der Stromversorgung zu erschließen. ... Es geht nicht um die Frage Atomkraft ja oder nein. Sondern nur noch darum, wann und wie oder allenfalls wer wo als Lieferant auf dem jetzt erschlossenen Expansionsmarkt zum Zuge kommt. Nicht hinterfragt wird auch die Behauptung, Atomstrom sei billig und bezüglich Treibhausgasen neutral oder gar 'sauber'. Denn das wären subversive Fragen."
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