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Die Presse - Österreich | Dienstag, 9. März 2010

Österreichs Bankgeheimnis retten

Die italienische Mafia hat 14 Konten auf österreichischen Banken benutzt, um zwei Milliarden Euro zu waschen, wie die italienische Justiz am Montag bekannt gegeben hat. Die Tageszeitung Die Presse ruft vorbeugend zu einer begrenzten Lockerung des Bankgeheimnisses auf: "Die leidige Angelegenheit wird die Diskussion um das in Europa höchst umstrittene, weil sehr strikte österreichische Bankgeheimnis wieder in Gang bringen. Zwar sind die Zeiten vorbei, zu denen man in der Alpenrepublik sonnenbebrillt eine Bank betreten und aus dem Koffer einen Schüppel Geld auf den Namen 'Donald Duck' einzahlen konnte. Aber auch ohne anonymes Konto, das solches ermöglicht hat, ist das Land für Leute, die etwas zu verbergen haben, offenbar noch lukrativ genug. Das ist in Zeiten forcierter Geldwäschebekämpfung kein standortpolitischer Pluspunkt. Es wäre vielleicht nicht dumm, durch kluge Adaptierungen da Luft herauszulassen, bevor solche außenverursachten Skandale den Druck so groß werden lassen, dass wir zu gläsernen Konten à la Deutschland gezwungen werden. Denn das will wirklich niemand."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 9. März 2010

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