The Times - Großbritannien | Freitag, 1. September 2006
Die EU und die Iran-Krise
"Und nun?", fragt Bronwen Maddox mit Blick auf die unterschiedlichen Reaktionen der EU-Mitgliedsstaaten. "Deutschland und Italien vertreten die Position, dass weitere Gespräche besser sind als Sanktionen, auch wenn das die Kraft der UN-Sicherheitsratsforderung mindert. Das spielt Russland und China in die Hände, die immer schon gegen Sanktionen waren. Die USA, Großbritannien und Frankreich, die sofortige Sanktionen bevorzugt hätten, hat das frustriert zurückgelassen. Warum nun dieser Umschwung nach der waghalsigen Politik in diesem Sommer? - Die Antwort ist: Libanon. Nach den komplizierten Versuchen, eine UN-Streitkraft zusammenzustellen, um den Frieden zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah aufrecht zu halten, wollen nur wenige einen neuen Streit mit Teheran anfangen. Iran hat den ohnehin geringen Appetit seiner Widersacher auf Konfrontation gründlich weiter eingeschränkt und das Lager seiner Gegner gespalten."
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