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Corriere della Sera - Italien | Montag, 22. März 2010

Regionale Ohrfeige für Sarkozy

Die konservative Partei des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy hat in der letzten Runde der Regionalwahlen am Sonntag mit 36 Prozent eine schwere Niederlage erlitten. Die Sozialisten kamen auf rund 54 Prozent. Die konservative Tageszeitung Corriere della Sera spricht vom Untergang einer Strategie, nicht aber vom Untergang des Präsidenten: "Das Wahlergebnis ist eine schallende Ohrfeige für einen Präsidenten, der die breite Zustimmung des Volkes vergeudet hat. Er hat auf seinem Weg das ehrgeizige Reform- und Modernisierungsprojekt aus den Augen verloren, eben jene 'Strategie des Bruchs' [mit der Vergangenheit als Abgrenzung zu Jacques Chirac], der er seinen triumphalen Einzug im Regierungspalast zu verdanken hat. Sarkozy steht nun am Scheideweg. Alles deutet darauf hin, dass er am Ende den Weg des Verzichts gehen und so die ungeschriebene Regel seiner Vorgänger bestätigen wird, die den Elysée-Palast mit den Versprechen von Revolutionen eroberten und ihn sich mit der 'marche tranquille' bewahrten. Ein Schritt nach dem anderen. Manchmal auch zwei zurück."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 22. März 2010

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