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NRC Handelsblad - Niederlande | Donnerstag, 25. März 2010

Joschka Fischer über die deutsch-französische Bedrohung

Die Europäische Union steckt in der Krise, aber Deutschland und Frankreich verfolgen nur ihre eigenen nationalen Interessen, kritisiert der ehemalige deutsche Außenminister Joschka Fischer in der Tageszeitung NRC Handelsblad. Damit bedrohen sie die EU und den Euro: "Was Europa in dieser ernsten Krise braucht, sind Staatsmänner und -frauen vom Kaliber [des früheren Bundeskanzlers Helmut] Kohl, und keine Innenpolitiker. Als großer ökonomischer und politischer Sieger der Eurozone darf vor allem Deutschland nicht zulassen, dass die europäische Sache durch eine ernste Vertrauenskrise bedroht wird, weil fast zwei Drittel seines Exports in die EU gehen. Seit dem Fall von Lehman Brothers im September 2008 ist klar, dass die Weltkrise auch die EU und den Euro auf die Probe stellt, weil Europa keine gemeinsame Regierung und Haushaltspolitik hat. Desto wichtiger ist daher die Koordinierung innerhalb der Eurozone - vor allem zwischen seinen wichtigsten Ökonomien Frankreich und Deutschland. Die Strategie des Krisenmanagements in der Eurozone muss in erste Linie in Paris und Berlin festgelegt werden."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 25. März 2010

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