Pravda - Slowakei | Freitag, 26. März 2010
Slowakei besorgt wegen Wahl in Ungarn
Die Umfragen vor den Parlamentswahlen in Ungarn lassen bis zu 80 Prozent der Stimmen für die nationalistische Partei Fidesz und die rechtsextreme Gruppierung Jobbik erwarten. Die linke Tageszeitung Pravda aus der Slowakei beunruhigt das: "Die ungarischen Radikalen von Jobbik brechen ein Tabu nach dem anderen und bekennen sich offen zur Revision des Trianon-Abkommens [auf dessen Grundlage Ungarn nach dem Ersten Weltkrieg zwei Drittel seines Territoriums abgeben musste]. Sie verlangen eine Erweiterung des ungarischen Gebiets und den Aufbau einer stärkeren Armee. ... Die Partei Fidesz von Viktor Orbán verfolgt ähnliche Ziele. Sie gibt sich lediglich kulturvoller. Fidesz will die ungarische Staatsbürgerschaft für alle Minderheiten-Ungarn [in den Nachbarländern wie der Slowakei] durchsetzen. Bald wäre auch damit zu rechnen, dass die Partei vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die Beneš-Dekrete klagt [die sich auch gegen die Ungarn aus der damaligen Tschechoslowakei richteten]. ... Es ist also nur eine Frage der Zeit, dass die slowakische Politik erneut unter ungarischen Druck geraten wird."
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