Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Montag, 29. März 2010
Start-Nachfolgevertrag ist nicht revolutionär
Das zwischen Russland und den USA vereinbarte Abkommen zur Reduzierung von Atomwaffen geht nicht weit genug, schreibt die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Denn die innerhalb von sieben Jahren nach Inkrafttreten des Abkommens zu erreichende Verkleinerung der Arsenale auf jeweils 1550 Sprengköpfe und 800 Trägersysteme - von denen 100 nicht stationiert, sondern nur als Reserve gehalten werden dürfen - ist keineswegs revolutionär. ... Wichtig ist der neue Vertrag, weil er das Verifikations- und Inspektionsregime des alten weitgehend übernimmt. ... Nun wird durch die Übermittlung von Raketentestdaten und Inspektionen an Ort und Stelle eine vertrauensbildende Transparenz wiederhergestellt. Eine andere Frage ist, ob die Einigung auf ein Abrüstungsabkommen schon genügend Voraussetzungen für eine engere, vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Washington und Moskau auf anderen Feldern der internationalen Politik schafft. Ob auch Russland bereit ist, in den Beziehungen den 'Reset'-Knopf zu drücken, könnte Präsident Medwedjew schon bald zeigen: im Fall Iran und auf der Überprüfungskonferenz für den Nichtverbreitungsvertrag."
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