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Il Fatto Quotidiano - Italien | Montag, 5. April 2010

Gläubige als Gesprächspartner anerkennen

Die Kirche begeht den Fehler, die Gemeinschaft der Gläubigen als anonyme Masse, und nicht als Gesprächspartner zu sehen, meint die linke Tageszeitung Il Fatto Quotidiano: "Am Horizont zeichnet sich noch keine Auferstehung ab. Im Gegenteil, der Himmel wird immer düsterer. Es ist ein beängstigender Leidensweg für die katholische Kirche. ... Der Papst handelt in klösterlicher und kaiserlicher Einsamkeit. ... Vor allem scheint ihm der Gedanke fremd zu sein, dass die gläubige Öffentlichkeit nicht nur ein Zuschauer ist, an den man sich mit Reden, Enzyklika und Belehrungen wendet, sondern aktiver Gesprächspartner, der Fragen stellt und Antworten verlangt. Der Papst Ratzinger, der klarer denkt als viele seiner Verteidiger, darf sich nicht vom Professor Ratzinger und seiner Tendenz unterdrücken lassen, die Probleme abstrakt anzugehen und zu glauben, dass es damit getan sei, einmal gebieterisch einzuschreiten."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 6. April 2010

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