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Rzeczpospolita - Polen | Dienstag, 6. April 2010

Katyn-Prozess torpediert polnisch-russische Gedenkfeier

Im Katyn-Prozess lehnt Russland gegenüber dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte die Rehabilitierung der polnischen Opfer ab, berichtet die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita. Der Prozess soll die Ermordung polnischer Offiziere durch den sowjetischen Geheimdienst im Jahr 1940 aufklären. Das Blatt stellt deswegen die geplante gemeinsame Gedenkfeier mit Polen anlässlich des 70. Jahrestages dieses Ereignisses in Frage: "Das Treffen des [russischen] Premiers Wladimir Putin mit [dem polnischen] Premier Donald Tusk, zu dem es an den Katyner Gräbern kommen soll, wurde als bahnbrechend angekündigt. Gleichzeitig haben wir jedoch erfahren, dass die Regierenden Russlands auf die Vorladung des Gerichts in Straßburg ... auf eine arrogante Weise reagiert haben. Sie haben es nicht nur abgelehnt, die Mordopfer zu rehabilitieren, sondern auch noch behauptet, dass es nicht einmal sicher sei, dass diese überhaupt getötet worden seien. ... Im Zusammenhang mit dieser kuriosen Antwort stellt sich die Frage: Welche Bedeutung hat dann eigentlich die Geste Putins?"

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